Sonntag, Dezember 17, 2017

Neue Schiedsrichter braucht das Land

Wer den gestrigen Samstag zu einem Spaziergang auf dem Tarforster Plateau in Trier nutzte, dürfte aufgrund der Geräuschkulisse überrascht gewesen sein: so wurde die Ruhe rund um die Sportanlagen des FSV Trier-Tarforst durch zahlreiche laute Pfiffe gestört …

Grund war der jährlich stattfindende Schiedsrichterlehrgang des Rugby-Verbandes Rheinland-Pfalz (RVRLP), den der Abteilungsleiter des FSV Jan Houdek und der Schiedsrichterobmann des Verbandes Michael Metzger (ebenfalls FSV) dieses Jahr in Trier ausrichteten.

Als Referent hatte Metzger den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Christian Späth von der Schiedsrichtervereinigung des DRV eingeladen, der den RVRLP zurzeit zudem in der Betreuung und Weiterbildung seiner Schiedsrichter unterstützt.

Mit seiner Erfahrung und seiner anschaulichen Art konnte Späth die anwesenden Teilnehmer schnell in seinen Bann ziehen. Nachdem zunächst die theoretischen Grundlagen des Schiedsrichterwesens vermittelt wurden, verbrachte man den Großteil des Tages damit anhand ausgewählter Spielsituationen (Tackling, Ruck, Gedränge, Gasse, usw.) durchzuspielen, was es als Schiedsrichter alles zu beachten gibt. Dabei ging es neben der Anwendung des Regelwerks auch um Kommunikation, Laufwege und Stellungsspiel.

Christian Späth war mit dem Interesse und dem Engagement der Teilnehmer höchst zufrieden und auch die Rückmeldungen der „Neuschiedsrichter“ waren sehr positiv. Besonders der hohe Anteil an praktischen Elementen wurde sehr gelobt.

Auch Organisator Michael Metzger war sehr zufrieden: „Wenn Referent und Teilnehmer so gut harmonieren wie heute, ist das für alle Seiten immer gewinnbringend. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere Teilnehmer Gefallen am Schiedsrichterwesen entwickelt hat und für uns ‚hängen bleibt‘.“

Denn wie in den meisten Sportarten herrscht auch im Rugby ein Mangel an Unparteiischen.